Förderverein für Schwerkranke

Barrierefreie Version der Webseite

Navigation

Inhalt der Seite

24.01.2013 - Pressebericht ''Einhäupl-Team unterstützt vier Hilfsvereine''

Einhäupl-Team unterstützt vier Hilfsvereine
Mitarbeiter der Feuerverzinkerei am Brandweiher spenden 2450 Euro an Palliativstation, „Tafel", „Rasselbande" und Tierschutzbund

Weiden, (wd) Auch nach Weihnachten gibt es noch Geschenke. Und diese verteilten die 350 Mitarbeiter der Unternehmensgruppe Einhäupl nun in Weiden. Firmenchef Franz-Josef Einhäupl hatte nach dem guten Geschäftsjahr 2012 seiner Belegschaft 2450 Euro zur Verfügung gestellt. Je 700 Euro, so die Entscheidung der Beschäftigten, gingen an die „Tafel", an die „Rasselbande" und an die Palliativstation der Kliniken Nordoberpfalz sowie weitere 350 Euro an den Tierschutzverein. Die Vertreter der Vereine nutzten bei der Spendenübergabe die Gelegenheit, um ihre Organisationen vorzustellen.

Zunächst jedoch gewährte Franz-Josef Einhäupl einen Einblick in sein Unternehmen (Jahresumsatz 2012: rund 40 Millionen Euro), das er mit seinem Bruder Robert führt. Bereits 1861 gründete Andreas Einhäupl eine Schlosserei in Vilseck. Zur Unternehmensgruppe, die seit 1978 mit einer Feuerverzinkerei und seit 1980 auch mit einem Autokranverleih in Weiden vertreten ist, gehören in Vilseck unter anderem Tankstelle, Baumarkt und ein Baubetrieb, der die unterschiedlichsten Gewerke erstellt. 1992 baute Einhäupl eine zweite Feuerverzinkerei in Mühlau und erwarb 2010 eine weitere Feuerverzinkerei in Herzlake im Emsland.

Dr. Helmut Hofmeister stellte die Palliativstation der Kliniken vor, die auf Spenden und Unterstützung angewiesen sei. Nur dadurch sei es möglich, „das am Menschen zu leisten, was in den Kliniken aufgrund des unvorstellbar hohen wirtschaftlichen Drucks eigentlich nicht mehr machbar ist". Das Palliativ-Team versuche, die letzten Tage der ihnen anvertrauten Menschen so angenehm wie möglich zu gestalten.

Seit inzwischen zweieinhalb Jahren versorgt die „Tafel" bedürftige Menschen nahezu kostenlos mit Lebensmitteln. Vorsitzender Manfred Chwa-linski betonte, dass die inzwischen 150 Mitglieder damit Aufgaben des Staates und der Kommunen übernehmen. Besorgniserregend sei, dass die Anzahl der Bedürftigen ständig wachse. Pro Öffnungstag (es gibt drei in der Woche) erhielten derzeit 130 Personen einen Essenskorb gegen ei-
nen Obolus von zwei Euro. Chwalinski kritisierte, dass der Staat nicht in der Lage sei, die Bedürftigen so zu unterstützen, dass sie ein „halbwegs vernünftiges Leben führen können".

Markus Zimmermann stellte den Verein „Rasselbande" vor, der seit 2005 die Familien behinderter Kinder betreue. Für die Familien sei es unglaublich schwer, sich in der neuen Situation zurecht zu finden. „Sie werden mutterseelenallein gelassen, müssen sich durch einen Wust an Papierkram und Bürokratie kämpfen. Wir haben inzwischen Erfahrung und versuchen zu helfen." Die „Rasselbande" habe sich eng mit dem Klinikum vernetzt. Mittlerweile würden 31 Familien betreut. Um helfen zu können, sei die „Rasselbande" auf Spenden angewiesen.

Kleine Erbschaft

Eine kleine Erbschaft nährt beim Tierschutzbund den Traum, ein neues Tierheim bauen zu wollen. In der Schustermooslohe sei die Bebauung „nahe herangerückt", berichtete Mariele Junak. „Wir sind eingeschnürt." Die Anlage sei über 40 Jahre alt, müsse saniert und erweitert werden. Sie sei mit 25 Hunden und bis zu 90 Katzen ständig überbelegt.

Nach den ersten Umbau-Überlegungen habe man „schnell die Handbremse gezogen": „Die Kosten wären uns aus dem Ruder gelaufen." Im Frühjahr werde mit der Stadt die „schwierige Grundstückssuche" begonnen. „Wir brauchen ein Haus, das modular weiter ausbaubar ist." Der Tierschutzbund brauche viele Spenden, um die Finanzierungskosten stemmen zu können. „Ein bisschen Fracksausen haben wir bei diesem Neubau-Projekt alle."
 
 
Vier Hilfsorganisationen unterstützen die Einhäupl-Mitarbeiter. Markus Leiß (Einhäupl, von links) mit Reinhard Kirschner von der „Rasselbande", Wolfgang Rost (Einhäupl) mit Dr. Helmut Hofmeister und Waltraud Koller-Girke (beide Palliativstation), Mariele Junak (Tierschutzverein) mit Franz-Josef Einhäupl sowie Manfred Chwalinski und Birgit Käs (beide von der „Tafel") mit Werner Kopp (Einhäupl). Bild: Wieder


Zurück


Sie sind Besucher: 890760     letzte Aktualisierung: 4. Oktober 2023