Förderverein für Schwerkranke

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18. Oktober 2022



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16.03.2013 - Pressebericht ''Gesundheit ist Kopfsache''

Gesundheit ist Kopfsache
Schlaganfall, Kopfschmerz, Schwindel: Experten der Kliniken AG klären auf

Weiden, (rdo) Der Kopf ist die Schaltzentrale des menschlichen Körpers. Von ihm können auch Schmerzen, Schwindel, Vergesslichkeit oder ein Schlaganfall ausgehen. Wie man Risiken vermeidet und auf Alarmsignale des Körpers richtig reagiert, erläuterten die Experten bei der 5. Gesundheitsveranstaltung des Fördervereins für Schwerkranke.

Die neue Vorsitzende, Waltraud Koller-Girke, begrüßte in der Cafeteria des Klinikums viele Zuhörer, darunter die Selbsthilfegruppe der Schlaganfallpatienten. Letztmalig als Planer und Moderator fungierte Prof. Dr. Hans-Ulrich Lehmann. Ihm dankte Klinikvorstand Josef Götz mit einem Präsent. Die Weiterführung übernimmt Dr. Nikolaus Globisch.

Veranstalter waren neben der Kliniken AG die AOK, der ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst, die VHS Weiden und das Medienhaus „Der neue Tag". Als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Kliniken Nordoberpfalz AG, Schirmherr und Beirat des Fördervereins freute sich OB Kurt Seggewiß über den großen Zuspruch und er unterstrich, dass Vorsorge und Früherkennung Leben retten können -und zählte sich selbst zur Risikogruppe. Die Themen:

Schlaganfall
Als „akute Durchblutungsstörung im Gehirn" bezeichnete Oberärztin Dr. Kirsten Stottrop-Walch den Schlaganfall. 75 Prozent erleiden eine bleibende Beeinträchtigung. Risikofaktoren sind Bluthochdruck, erhöhter Alkoholkonsum, Herzrhythmusstörungen, Nikotin, Cholesterin, Diabetes und krankmachender Stress. Ursachen können Embolien oder Verschlüsse kleinerer Adern sowie Embolien aus dem Herzen sein. Verschlüsse in Adern entstehen durch Ablagerung von Fetten und Kalk an unebenen Gefäßwänden. Es kann zu Lähmungen, Gefühls-, Sprach- und Sehstörungen kommen. Bei Verdacht auf Schlaganfall gilt es, keine wertvolle Zeit zu verlieren (Notruf 112). Mit jeder Minute die eine Durchblutungsstörung anhält, sterben Gehirnzellen ab.
 
Kopfschmerzen, Schwindel
Darüber berichtete Chefarzt Dr. Mi-chael Angerer von der Neurologischen Klinik. Zu den primären Kopf-schmerzen gehört die Migräne, unter der sieben bis 14 Prozent der Bevölkerung leiden. Sie kann nach 12 bis 24 Stunden abklingen, kommt aber wieder. Sekundäre Kopfschmerzen treten akut auf und können eventuell gefährlich sein. In der Frühphase hilft Aspirin, vorbeugend können Antidepressiva helfen. Dr. Angerer empfahl Bewegung, autogenes Training und Physiotherapie. Schwindel sei eines der häufigsten Leitsymptome. Zu  den  häufigen Störungen des Gleichgewichtsorgans gehören Lagerschwindel, Morbos Meniere und die Entzündung des Gleichgewichtsnervs. Ärztliche Beratung und Medikamente helfen.
 
Vergesslichkeit
„Wenn wir älter werden, verringert sich die Gedächtnisleistung", erläu-terte Oberarzt Dr. Jürgen Hahn. Besonders betroffen ist das Kurzzeitgedächtnis. Eine Form der Demenz ist Alzheimer. Dabei können Eiweißab-lagerungen im Gehirn dazu führen, dass Gehirnzellen untergehen. Dies äußert sich auch in Wortfindungsstörungen, Verlust der Alltagskompetenz und Verfall der Persönlichkeit. Vorbeugend empfahl Dr. Hahn körperliche Betätigung, geistige Aktivitäten wie Kreuzworträtsel lösen oder das Lernen von Fremdsprachen. Mit Medikamenten wird das Fortschreiten verlangsamt, aber eine Heilung gibt es nicht. Eine geregelte Tagesstruktur und vertraute Umgebung sind für Demenzpatienten wichtig.

Die Experten des 5. Gesundheitsveranstaltung des Fördervereins für Schwerkranke: (sitzend, von links) die Moderatoren, Dr. Susanne Kreutzer (Palliativstation Neustadt) und Prof. Dr. Hans-Ulrich Lehmann, Chefarzt Dr. Michael Angerer, Oberärztin Dr. Kirsten Stottrop-Walch und Oberarzt Dr. Jürgen Hahn sowie (stehend, von links) Schirmherr OB Kurt Seggewiß, Fördervereinschefin Waltraud Koller-Girke und Klinikvorstand Josef Götz. 
Bild: Dobmeier


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